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Das Projekt

Das Projekt Gender Loops setzt sich zum Ziel, Gender Mainstreaming Strategien (Strategien zur Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen) für die Aus- und Fortbildung für Erzieher/innen und für Kindertageseinrichtungen zu entwickeln und zu verankern.

Im Zeitraum vom 1.Oktober 2006 bis zum 30.September 2008 entwickeln Partnerorganisationen aus Deutschland, Litauen, Norwegen, Spanien und der Türkei zum einen ein Curriculum zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Aus- und Fortbildungseinrichtungen für Erzieher/innen.

In dem Curriculum werden die rechtlichen Voraussetzungen von Gender Mainstreaming in den jeweiligen Ländern herausgestellt. Des Weiteren wird theoretisches Hintergrundmaterial zur Bedeutung und dem Umsetzungsstand von Gender Mainstreaming in der frühkindlichen Erziehung und in der Ausbildung von Erzieher/innen beschrieben.

Das Curriculum enthält weiterhin Lernziele, Empfehlungen und methodisch-didaktisches Material zur Umsetzung von Gender Mainstreaming. So werden beispielsweise Kooperationsprojekte vorgestellt, die die Verzahnung von Lehre und Praxis über das Thema "geschlechterreflektierte Pädagogik" ermöglicht. Zudem werden Gender-Analyse-Instrumente und praktische geschlechterreflektierte Methoden und Spiele für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen beschrieben, die unter anderem die Reflexionsfähigkeit der Erzieher/innen in Hinblick auf Geschlechterfragen verbessern helfen. Weiterhin werden Strategien dokumentiert, die dazu beitragen können, den Anteil von Männern in der Erzieherausbildung zu erhöhen.

Die Curricula werden in den Projektsprachen und in englisch auf CD-Roms zur Verfügung stehen.

Ein weiteres Produkt des Projekts Gender Loops wird ein Handbuch zur praktischen Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen sein. Neben Empfehlungen und geschlechterreflektierten Projekten und Spielen werden auch Methoden zur Selbstreflexion, Gender-Analyse-Instrumente und Strategien zur Erhöhung des Männeranteils in der pädagogischen Arbeit vorgestellt.

Die Handbücher werden als Druckversion für den direkten Gebrauch in Kindertageseinrichtungen erstellt.

Das Projekt ist in drei aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen eingeteilt:

In der ersten Arbeitsphase werden die Grundlagen für die Erstellung des Curriculums zur Umsetzung von Gender Mainstreaming geschaffen. Literaturanalysen und quantitative bzw. qualitative Befragungen von Ausbildungs- und Fortbildungseinrichtungen werden den aktuellen Diskussions- und Wissensstand zu den Themen "Geschlechterreflektierte Pädagogik", Geschlechterkompetenz" und "Gender Mainstreaming" in der Aus- und Fortbildung von Erzieher/innen in den Partnerländern wiedergeben. Lehrer/innen werden auch dahingehend befragt, welche Informationen und welches pädagogische-didaktische Material sie benötigten, um die oben genannten Themen (besser) in die Lehre integrieren zu können.

In der zweiten Arbeitsphase werden zusammen mit Erzieher/innen geschlechterreflektierte Projekte, Methoden und Spiele , Gender-Analyse-Instrumente und Methoden zur Selbstreflexion in Kindertageseinrichtungen praktisch entwickelt und erprobt. Die Entwicklung und Erprobung dieses geschlechterreflektierten "Handwerkzeugs" wird teilweise in Kooperation mit Universitäten und Fachschulen durchgeführt.

In der dritten Arbeitsphase werden zum einen die erprobten geschlechterreflektierten Projekte, Methoden und Instrumente in einem Handbuch zusammengefasst. Zum anderen schreiben die Projektpartner das Curriculum, das in speziellen Evaluierungsseminaren mit Dozent/innen und Lehrer/innen ausgewertet und gegebenenfalls überarbeitet wird.